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タイトル: ヴェルナー『二月二十四日』における〈救済〉という仮象について : 〈近代〉悲劇‐批評の出発点に向けて
その他のタイトル: Zum Schein "der Erlösung" in Werners Tragödie: »Der vierundzwanzigste Februar« : Auf den Ausgangspunkt einer neuen Tragödienkritik hin
著者: 梶原, 将志
著者(別言語): KAJIWARA, Masashi
キーワード: 近代悲劇
運命悲劇
Tragö die
Schicksalstragö die
ツァハリーアス・ヴェルナー
Zacharias Werner
発行日: 2008年2月
出版者: 東京大学大学院ドイツ語ドイツ文学研究会
掲載誌情報: 『詩・言語』. 第68号, 2008年2月, pp.1-28
抄録: Zacharias Werners Tragödie, „Der vierundzwanzigste Februar”(1815), die man für eine typische „Schicksalstragödie“ hält, ist bisher nur vom Gesichtspunkt des Realismus aus interpretiert worden. Den „Februar“ hat man als ein von den damaligen politischen oder sozialen Situationen verursachtes Phänomen im Kontext der nationalistischen Bewegungen erklärt und aus dem Text das gesellschaftliche Selbstbewusstsein der Zeitgenossen abgelesen. Oder man hat das Werk psychologisch analysiert und dadurch gezeigt, dass diese scheinbar unnatürliche Tragödie in stärkerem Masse als angenommen auf Kausalität beruht (d.h. psychologisch motiviert ist). Diese Einsichten treffen in einem bestimmten Masse den Charakter des Werkes.:Vielleicht aber scheint es noch zutreffender anzunehmen, dass es im „Februar“ nicht allein um die Wahrhaftigkeit oder um den Zusammenhang des Kunstwerkes mit der Wirklichkeit geht, sondern vielmehr um „das Wesen“ als das wahre Leben, das einem bloßen realen Leben entgegengesetzt erscheint. Dies läßt sich auf der Basis von Georg Lukács‘ Tragödientheorie bestätigen. Er setzt das wahre Leben (das Wesen oder den Sinn des Lebens) einem gewöhnlichen Leben entgegen und findet dazwischen eine Hierarchie. Die Tragödie überhaupt sei seiner Ansicht nach die Form, in der das erste durch die Vernichtung des letzten (den symbolischen Tod des Heldens) gezeigt werde. Die Hauptfigur der Tragödie sehe ein Geschehen, das man gleichzeitig für zufällig und für notwendig halten könne, als notwendige Folgen seiner eigenen Tat an, spinne einen Schicksalszusammenhang und mache sein Leben zu einem Prozess auf das ideale Leben hin. Von diesem Blickpunkt aus allein kann man die im Drama enthaltenen Motive verstehen: Fluch, Gespenst, und psychologisch unverständliches Handeln der Personen. Was realistisch gesehen nur als unwahrhaftig erscheint, ist nichts als ein Zeichen des eigenen Prinzips der Tragödie, das zu einem transzendenten tendiert.:Gleichwohl enttäuscht der Text, „Februar“ die Lukács‘sche Tragödienanschauung. Denn er versucht zwar, die ideale Lebensart darzustellen, die man dem christlichen Glauben nach „Erlösung“ nennen kann, aber dieses Wort klingt leer, und es zeigt sich schließlich, dass das gesuchte „Wesen“ eigentlich fehlt. Die Sündhaftigkeit der Menschen will kraft der christlichen Konvention und des davon gegebenen Versprechens absurd in Erlösung umschlagen. Die Hauptfigur Kunz gewinnt erst dann das Recht, sich vor Gott zu werfen, als sie ihre Sünde ins Extrem geführt und den eigenen Sohn gemordet hat. Aber weil die christliche Konvention selbst nicht mehr gültig ist, wird die den Menschen ursprüngliche Sündhaftigkeit mit einer weltlich-gesetzlichen Schuldigkeit vertauscht und folglich im gesetzlichen Gebiet, im Gerichtsprozess, als ein Verbrechen erledigt. Anders gesagt, das Gericht Gottes wird mit Strafmaß, Urteil und Hinrichtung nach dem irdischen Gesetz verwechselt, und die Hierarchie zwischen Jenseits und Diesseits, zwischen dem sollenden und dem bloßen Leben, bleibt unvollendet, obwohl eben sie eine Voraussetzung der Manifestation des wesentlichen Lebens ist. Das kann man in der letzten Szene feststellen, wo die Beziehung zwischen Gottes- und Gesetzesgericht unklar bleibt.:Wenn man nun, nachdem die Lukács‘sche Erwartung der Erscheinung des Wesens und der Erfüllung der Erlösung gescheitert ist, den Text wieder sorgfältig überprüft, dann wird eine Szene auffällig, die jener Erwartung entschlüpft und sie verlacht. Da wird nämlich die an einer Wand des Hauses hängende Sichel wider die Erwartung, dass sie als sogenanntes Requisit eine Katastrophe bringen werde, vor der Klimax als Feuerholz verbrannt. Und dieses Geschehen, das unsere Leseerwartung enttäuscht, enthüllt uns einen kritischen Aspekt gegenüber einer teleologischen Interpretation. Erst im Scheitern der Interpretation lässt sich eine dogmatische Voraussetzung von Tragödientheorien reflektieren: dass in der Tragödie überhaupt der Verlust von etwas wesentlichem, z. B. dem wahren Leben, ersetzt werden soll. Diskurse über Tragödien sind, indem sie sich als objektive Analyse ihrer Struktur an sich ausgeben, in der Tat doch in dem Wahn vom „Wesen“ befangen und wollen nur in solchem Rahmen Tragödien verstehen. Ein erfundener Verlust und das geweihte Ziel von seinem Ersetzen umgeben Tragödien mit einem:Nimbus. Aber das sogenannte fehlende Wesen besteht nur als Negativ eines realen Lebens und hat selbst keine Positivität.:In einem literarischen Text oder in einer Tragödie lehnt das Wort, während es Medium eines Sinnes ist, gleichzeitig auch diese aufgetragene Rolle ab. Eine neue Tragödienkritik soll das Wort eben im Augenblick seines Widerstands fassen und sich aus der falschen Bestimmung des Sinnsuchens, aus der Erstarrung des Geistes, immer wieder befreien.
URI: http://hdl.handle.net/2261/22034
ISSN: 09120041
出現カテゴリ:1143810 学術雑誌論文
019 文学

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